Jessica


Die Kamera war für mich wie vorherbestimmt, und ich gebrauchte sie wie ein Musiker das Klavier,
oder ein Maler die Leinwand. Ich fühlte mich als Meister der Elemente und glaubte Wunderbares
bewirken zu können.
Alfred Stieglitz, 1864 – 1946

jesse

Schon als ich klein war “schnippelte” ich stundenlang Fotos aus Zeitschriften aus, die es mir besonders angetan hatten und die mich inspirierten. Fotos die mich glücklich machten und mich zum Träumen brachten, wenn ich sie betrachtete und studierte.

Angefangen von der Kamera meiner Eltern bis hin zu meiner ersten eigenen kleinen Digitalkamera versuchte ich später selbst leidenschaftlich all jenes in Bildern festzuhalten was mich so in Menschen faszinierte – Momente…Gefühle…Emotionen. Einfach all das woran ich mich “später” so gern zurückerinnern möchte.
Jedesmal wenn ich die Kamera auf Familienmitglieder richtete hiess es nur

“…nicht schon wieder… Jessicaaaaaa…” 😉

Der tragische Tod meiner geliebten kleinen Schwester am 07.07.07 hat mir besonders deutlich gemacht, wie wichtig es ist jedes noch so kleine Detail mit meiner Kamera festzuhalten.
Auch wenn es jetzt noch wehtut ihre Bilder anzuschauen – irgendwann werden wir wieder lächeln können…über ihre Grimassen…über ihr strahlendes Lächeln, welches ich so liebte…über Momente, die wir gemeinsam verbringen durften.

Nehmen Sie diese wundervollen und einzigartigen Momente in Ihrer Familie nicht für selbstverständlich.
Lassen Sie sie von mir festhalten.